65 Jahre Seerosenkreis – Künstler aller Sparten

2008, zum 60. Jahrestag der Künstlervereinigung „Seerose“, feierten „Seerosianer“ (die Literaten) und „Seerösler“ (Bildende Künstler) nach einer längeren Phase räumlicher Trennung gemeinsam ihr sechzigjähriges Bestehen in der Münchner Rathausgalerie.

Hervorgegangen war die Künstlervereinigung „Seerosenkreis“ 1948 aus einem Stammtisch im Schwabinger Lokal „Seerose“, an dem Künstler aller Sparten sich im schwer geschundenen Nachkriegsdeutschland wieder zu Gesprächen und fröhlicher Geselligkeit zusammenfanden. Gründungsväter waren u.a. der Schauspieler Gustl Weigert, der Dichter Peter Paul Althaus (PPA) und der Maler Hermann Geiseler. Die spätere Trennung der Künstlerstammtische war durch Platzmangel im Ursprungslokal notwendig geworden, nicht zuletzt durch den enormen Zulauf der poetisch-kabarettistischen Abende der Literaten rund um PPA. Eine Festschrift „60 Jahre Seerosenkreis“ geht der gemeinsamen wie der getrennten Geschichte nach und nennt die aktuellen Mitglieder beider Seiten.

Die musikalisch-literarisch-kabarettistischen Veranstaltungen der Seerosen-Literaten (Barbara Bronnen, Gert Heidenreich, Dagmar Nick, Maria Peschek, Brigitta Rambeck, Anatol Regnier, Asta Scheib, Albert von Schirnding, Michael Skasa, Walter Zauner, Winfried Zehetmeier) finden derzeit überwiegend in der Seidlvilla am Nikolaiplatz statt (federführend Brigitta Rambeck), der Stammtisch der Bildenden Künstler (ca. 25 teilnehmende Künstlerinnen und Künstler) ist in der Allotria im Künstlerhaus am Lenbachplatz beheimatet (Sprecher Konrad Hetz).

Im Künstlerhaus wird auch das Seerosen-Jubiläum gefeiert mit einigen Exponaten von Seerosenmalern der „ersten Stunde“ und einer Ausstellung von Werken der Seerosenringträger sowie des Seerosenliteraten und -malers Winfried Zehetmeier. 4 Begleitveranstaltungen werden sich u.a. mit den Querverbindungen zwischen den Künsten sowie mit der Situation der Künstler hier und jetzt befassen – und dabei den Geist der alten Seerose aufleben lassen sowie Einblick in die heutige „Szene“ geben.

Besucher der Ausstellung außerhalb der 4 Veranstaltungsabende bitten wir um vorherige telefonische Anmeldung unter 089 / 59 91 84-14
Für die beiden literarischen Abende im Januar wird jeweils ein Unkostenbeitrag von 10.-/8.- Euro erhoben.
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